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25.05.2010

Vortrag: " Baruch Spinoza - Jüdische Identität und Liberalismus"

Toldot & Tarbut - Vortrag von Dr. Esther Seidel

Kein Denker wurde schon zu Lebzeiten derart als Atheist und Häretiker verteufelt, aber auch als Freidenker gefeiert wie Baruch Spinoza. Der Vortrag möchte seine marranische Herkunft und die damalige wie heutige Bedeutung seiner Verbannung aus der Synagoge thematisieren und anhand der im Theologisch-politischen Traktat entwickelten Bibelkritik seinen eigenen Standpunkt aufzeigen, der seiner Zeit weit voraus war. Spinozas Angriff auf die Bibel, seine Ideen zum Naturrecht und Sozialvertrag wie auch seine Verteidigung religiöser Toleranz und intellektueller Freiheit machen ihn zu einem Vorreiter einer frühaufklärerischen, liberalen politischen Philosophie. Ist es daher nicht unvermeidbar, dass Spinozas Entwurf eines freien Individuums in einer geistig und religiös freien Gesellschaftsordnung auch die Religion des Judentums dieser Idee opfern muss?

Wann?
Donnerstag, 27. Mai 2010
20:00 Uhr
Wo?
Universität Bonn
Hauptgebäude, Hörsaal VII
Regina-Pacis-Weg 3
53113 Bonn

26.04.2010

Der Beitrag der byzantinischen Gelehrten zur abendländischen Renaissance des 14. und 15. Jahrhunderts

Vortrag von Eleftheria Wollny (M.A., Bonn)

Veranstalter:
Bundeskunsthalle in Kooperation mit der Deutschen
Hellas-Gesellschaft





Wann?
Donnerstag, 29. April 2010
15:00 Uhr
Wo?
Bundeskunsthalle
Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn
Eintritt:
€ 12,- / € 8,- ermäßigt

25.04.2010

Vortrag: "Holy Books - From Acient Egypt, through Judaism and Early Christianity, onto Martin Luther and Modern Islam"

Öffentlicher Vortrag in englischer Sprache und anschließende Diskussion! Weitere Informationen hier...




Prof. Dr. Jan Bremmer
Universität Groningen

Wann?
Dienstag, 27. April 2010
19:30 - 21:00 Uhr
Wo?
Hörsaal VII
Hauptgebäude der Universität Bonn
Am Hof 1, 53113 Bonn

Moderation:
Prof. Dr. Wolfram Kinzig
ZERG Vorstand

12.04.2010

Autorenlesung: "Die Braut aus Byzanz"

Im Jahr 972 reist Theophanu in Begleitung eines Astrologen von Byzanz nach Rom. Dort soll sie den Sohn Kaiser Ottos des Großen heiraten. Als die Braut aus Byzanz eintrifft, glauben die Verschwörer um Dietrich Bischof von Metz an ein leichtes Spiel: Theophanu ist zwölf Jahre alt. Am Ende einer langen Reise wird sie als Kaiserin des Heiligen Römischen Reichs zur mächtigsten Frau ihrer Zeit. Aufregend und temporeich erzählt die Autorin Gabrielle Alioth eine erstaunliche Lebens- und Liebesgeschichte aus einer glanzvollen Ära des Mittelalters.

Wann?
Dienstag, 13. April 2010
17:00 Uhr
Wo?
Bundeskunsthalle
Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn


Eintritt:
12 EUR / ermäßigt 8 EUR

09.02.2010

Symposium: "Vom Orient zum Okzident"

"Abendland und Morgenland" verbindet eine gemeinsame Geschichte, aber man weiß teilweise viel zu wenig übereinander. Wo liegen historisch betrachtet gemeinsame Wurzeln, wo driften die Welten auseinander und wo treffen sie im 21. Jahrhundert wieder zusammen?

Das Seminar behandelt folgende Themen:

* Dialog der islamischen Welt mit dem Christentum
* Islamische Staaten und ihr Verhältnis zur westlichen Demokratie
* Äthiopien – Ein uraltes Kaiserreich zwischen Orient und Okzident

Wann?
17. bis 19. Februar 2010
Wo?
Arbeitnehmer Zentrum Königswinter (AZK),
Johannes-Albers-Allee 3,
53639 Königswinter

Tagungsbeitrag: € 80,00

Anmeldung und Fragen an:
Nisa Punnamparambil-Wolf unter: 02223-73-161
entwicklungspolitik@azk.de

25.01.2010

Ringvorlesung: "Das Verhältnis zwischen Israel, Juden und palästinisch-arabischen Christen"

Im Rahmen der Ringvorlesung des Abteilung für Religionswissenschaften des Instituts für Orient- und Asienwissenschaften (IOA) für das Wintersemester 2009/2010 trägt am kommenden Mittwoch Prof. Harald Suermann vor.

Titel der Vorlesung ist "Das Verhältnis zwischen Israel, Juden und palästinisch-arabischen Christen".

Die palästinensischen Christen bilden eine Minderheit in den palästinensischen Gebieten und in Israel eine Minderheit in der palästinensischen Minderheit. Gleichzeitig sind sie Teil der arabischen Christenheit, die über die gesamte arabische Welt verstreut ist. Sie müssen deshalb Solidarität mit den Brüdern und Schwestern im Glauben in den anderen Ländern zeigen, um sie nicht zu gefährden. Hierzu gehört auch das Teilen der politischen Positionen. Die Christen in Israel, wo die Mehrheit der palästinensischen Christen wohnt, sind keine einheitliche Gruppe. So werden auch verschiedene Ansichten zu Israel und dem Nahost-Konflikt vertreten, auch innerhalb einer Konfession. Auch diese Spannung gilt es zu bewältigen.
Die Mehrheit der palästinensischen Christen wohnt in Israel. Sie teilt dort das Schicksal der palästinensischen Muslime: als nicht-Juden sind sie Bürger zweiter Klasse, aber mit einer gewissen politischen und sozialen Sicherheit. Die Mitchristen in den palästinensischen
besetzten Gebieten kennen nicht diese Sicherheit, genauso wenig wie die Muslime. Hinzu kommen Islamisierungstendenzen, die besonders stark in Gaza sind. Diese politischen Verhältnisse beeinflussen die Stellung der palästinensischen Christen gegenüber den Juden und dem Staat Israel. Die jüdische Mehrheit in Israel braucht die palästinensischen Christen als Minderheit in der Minderheit nicht zu beachten. Als Teil des palästinensischen Volkes stehen sie auf der Feindesseite. Auch die jüdischen Friedensbewegungen nehmen sie nur als Teil des palästinensischen Volkes wahr. Die palästinensischen Kirchen als Glieder von Weltkirchen werden dann doch vom Staat Israel wahrgenommen. Vor allem vom Verhältnis Vatikan – Israel sind die einheimischen, insbesondere katholischen Lokalkirchen betroffen.
In der politischen Arena wird aber versucht palästinensische Christen und Muslime gegeneinander auszuspielen. Die Konflikte um den Bau einer Moschee in Nazareth wie auch die Unruhen in Maghar zwischen Christen und Drusen deutet an, welche Stellung die Christen in dem israelischen Staat haben. Auch Zeitungsberichte über muslimisch-christliche Auseinandersetzungen gehören in die politische Auseinandersetzung.
Andererseits gibt es jüdische Initiativen, die sich darum bemühen, die einheimischen Christen besser zu integrieren. Hierzu sollen sich Juden und Christen begegnen und besser kennen lernen. In dieses Kennenlernprogramm sind auch staatliche Stellen einbezogen. So erhofft man sich einen verständnisvolleren Umgang mit der christlichen Bevölkerung in Staat und Gesellschaft.
Das Verhältnis zwischen palästinensischen Christen, den Juden und dem Staat Israel ist äußerst komplex. In dem Beitrag können nur einige Grundlinien aufgezeigt werden, die Einblick in ein schwieriges Verhältnis gewähren.

Die Ringvorlesung findet an jedem Mittwoch unter dem Haupttitel "Die Vielfalt des Judentums in Asien. Eine „unbekannte“ Religion" statt.

Wann?
Mittwoch, 27. Januar 2010
14:00 - 16:00 Uhr (c.t.)
Wo?
Hörsaal II
Hauptgebäude Uni-Bonn

Die Vorlesung ist öffentlich!

15.12.2009

Sendereihe im Uniradio "Die Weisheit Asiens" - Teil 1: Islamische Mystik (Sufismus)

Ob Konfuzius, Laotse, Siddharta, Jesus, Mohamed oder Zarathustra - sie alle haben etwas gemeinsam: Sie alle stammen aus Asien oder dem Orient und haben die Welt bis in unsere Tage nachhaltig geprägt. Doch nicht nur diese Männer haben uns ihre Weisheit und tiefen spirituellen Erkenntnisse überliefert. Das Erbe Asiens hinsichtlich seiner geistigen Erleuchtung ist schier unüberschaubar und extrem reichhaltig. So erscheint es zumindest hier bei uns im "Westen", wo die spirituelle Suche und das esoterische Interesse von Tag zu Tag zu wachsen scheint. Die Abteilung für Lebenshilfe, Esoterik und Spiritualität einer jeden Buchhandlung ist in den letzten Jahren merklich gewachsen und auch die Absatzzahlen selbsternannter westlicher Gurus können sich sehen lassen. Die meisten dieser "New Ager" nehmen ihre Inspiration offenbar hauptsächlich aus den alten Lehren Asiens...

In dieser 10-Teiligen Sendereihe, im Rahmen der allwöchentlichen Radiosendung OrientAsiaLounge® auf Radio96acht/Bonn (UKW 96,8 MHz), werden die einzelnen spirituellen Lehren und Denkschulen beschrieben und durch Anekdoten und der jeweils spezifischen Musik nähergebracht werden.

Im ersten Teil am kommenden Mittwoch sind die Bonner Religionswissenschaftler Ufuk Öztürk und Andreas Kiriakidis im Studio zu Gast. Ufuk Öztürk ist neben seiner wissenschaftlichen Arbeit in der Disziplin der vergleichenden Religionswissenschaften an der Uni Bonn, ein leidenschaftlicher Kenner und "Könner" in Sachen Islamischer Mystik (Sufismus) und wird uns über Inhalte, Riten und Spezifika sämtlicher sufistischer Mysterienschulen Europas, des Orients und Asiens erleuchten. Weiterhin werden die Unterschiede und Nuancen der spirituellen Schulen auch in der Musik deutlich, die die beiden Studiogäste mitbringen.

Wann?
Mittwoch, 16. Dezember 2009
21.00 Uhr bis 24:00 Uhr
Wo?
In Bonn und Region auf UKW 96,8 MHz

und weltweit über Webstream auf: Radio96acht.de

Moderation:
Redoine Baghdadi

11.12.2009

Info-Abend zum Moscheebau in Bonn-Tannenbusch

Der „Al-Muhajirin Moschee Verein in Bonn e.V.“ lädt am kommenden Montag alle interessierten Bonner Bürgerinnen und Bürger zu einem Informationsabend zum Thema Moscheebau in Tannenbusch ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Informationen zum beabsichtigten Bauvorhaben und dessen Nutzung.

Seit weit mehr als drei Jahren ist der Moscheeverein auf der Suche nach einem geeigneten Standort für eine Moschee, die sowohl den Bedürfnissen der Moscheegemeinde gerecht wird, als auch die Belange der Nachbarn berücksichtigt. Ziel des Informationsabends ist es, eine breitere Öffentlichkeit aus erster Hand über den Verein, das Bauvorhaben und dessen Funktionen zu informieren. Des weiteren wird es ausführlich Gelegenheit für Fragen und Anliegen geben.

Wann?
Montag, 14. Dezember 2009
19:00 Uhr
Wo?
Ev. Gemeindehaus an der Apostelkirche
Lievelingsweg 162 a,
53119 Bonn

06.11.2009

FREMDVERTRAUT: “Glauben in Bonn“

Gebet, Meditation, Gesang, Gottesdienst, Pilgerfahrt - solche religiöse Riten, Traditionen oder Bräuche finden sich in allen Glaubensgemeinschaften. Charakteristische Ausdruckweisen und traditionelle Handlungen dienen auf unterschiedliche Art und Weise der Kommunikation, nach innen und außen.

Welche Rituale gibt es in den unterschiedlichen Gemeinden, welche Symbole spiegeln den Glauben wider, welche Feste werden gefeiert? Was erscheint nach außen betrachtet fremd, ist aber eigentlich doch vertraut? Darüber möchten wir mit Menschen verschiedener Glaubensrichtungen und verschiedener Herkunft sprechen.

In einer neuen, oftmals fremden Umgebung ist Glaube oft das letzte Stück portabler Heimat. Ob für den zugewanderten Muslimen aus Nordafrika, den orthodoxen Christen aus Griechenland oder den Juden aus Russland: In einer neuen, fremden Welt, bietet der Glaube Sicherheit und Halt und ist oft Ausdruck der eigenen Identität.

In der Veranstaltungsreihe "Fremd-vertraut in Bonn. Menschen erzählen" kommen Bonnerinnen und Bonner unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen, Hautfarben und Religionen zu Wort. Menschen erzählen über ihre Erfahrungen und Begegnungen in Bonn. Aus Fremden werden so allmählich Vertraute, der gemeinsame Alltag erscheint in einem neuen Licht. Wer zuhört, versteht. Wer versteht, kann besser miteinander leben.

Thema:
"Glauben in Bonn"
Moderation:
Monika Hoegen
Datum:
15. November 2009, 11.30 Uhr
Ort:
Collegium Leoninum (Alte Kirche)
Noeggerathstraße 34
Am Alten Friedhof,
53111 Bonn


Weitere Informationen und Anmeldung unter: http://www.fremd-vertraut.de/

04.11.2009

Vortrag: Die kulturelle Rolle der Christen in Kairo und Beirut im 19. und 20. Jahrhundert

Vortrag von Prof. Dr. Martin Tamcke - im Rahmen des Bonner Projekts "Kairo/Beirut".´

Die Christen sind im Nahen Osten zwar seit Jahrhunderten in der Minderheit - ihr kultureller Einfluss ist gleichwohl bedeutsam. Der Vortrag geht dem spezifisch christlichen Beitrag zur kulturellen Landschaft des Nahen Ostens nach und gibt zugleich einen Überblick über die verschiedenen orientalischen Kirchen - Martin Tamcke lehrt als Professor für Ostkirchenkunde an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Göttingen.

Wann?
Montag, 09. November 2009
19:00 Uhr
Wo?
Haus der Evangelischen Kirche
Andenauerallee 37
53113 Bonn

11.02.2009

Deutsche Kultur begegnet türkischer Kultur: Ein Filmabend mit anschließendem Gespräch


Der "Arbeitskreis Muslime und Christen im Bonner Norden" lädt am Donnerstag, 12. Februar 2009, 20.00 Uhr zu einem Filmabend und anschließendem Gespräch ein. Gezeigt wird ein Dokumentarfilm über einen jungen türkischstämmigen Mann, der zum ersten Mal zu seinem Vater in die Türkei aufbricht, um diesen kennen zu lernen...

Veranstaltungsort ist die DITIB-Moschee, An der Esche 24 in Bonn.

Der Arbeitskreis versteht sich als Forum für einen Erfahrungs- und Informationsaustausch um herauszufinden, welche Vorurteile oder Konflikte des Alltags das nachbarschaftliche Zusammenleben in Bonn beeinträchtigen und erschweren, um diese Störfaktoren abzubauen.