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07.04.2010

Kinotipp: "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" (OmU)

Der Krieg im Irak scheint kein Ende zu nehmen, der Alltag für die Soldaten der westlichen Allianz birgt immer noch permanent die Gefahr, das Land am Ende des Tages im Leichensack zu verlassen. Besonders risikoreich leben die Elite-Spezialisten eines US-amerikanischen Bombenräumkommandos. Sergeant JT Sanborn (Anthony Mackie) und Specialist Owen Eldridge (Brian Geraghty) versuchen das Beste aus ihrem lebensgefährlichen Job zu machen und die Risiken zu minimieren – soweit dies überhaupt möglich ist. Als ihr Vorgesetzter Matt Thompson (Guy Pearce) bei einem Entschärfungseinsatz in die Luft gesprengt wird, steht mit Staff Sergeant William James (Jeremy Renner) schnell ein Nachfolger bereit. Der Adrenalinjunkie ist zwar ein absolutes Ass in seinem Beruf, aber kein Teamplayer; James gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch seine Einheit. Das lässt ernsthafte Spannungen innerhalb der Gruppe ausbrechen, die sich negativ auf die Arbeit der Elite-Soldaten auswirken...

Seit dem 11. September 2001 führen die USA nun bereits ihren Krieg gegen den Terror und auch die Lage im Irak hat sich obschon des sechsten Jahrestags des Golfkriegsendes noch lange nicht beruhigt. Während einige Projekte wie Brian De Palmas Redacted das US-Militär sehr kritisch beäugten, kommt nun unter der Regie von Kathryn Bigelow ein Kriegsfilm in die Kinos, bei dem Rumsfeld, Bush und die US-Armee vor Freude in die Hände klatschen werden. Denn selbst wenn Bigelows neues Werk durchaus spannend und mitreißend inszeniert ist, will die unwahrscheinlich pro-amerikanistische Sicht so gar nicht gefallen.

Regie: Kathryn Bigelow - mit Ralph vFiennes - OmU - 131 min

Wann?
Freitag, 09. April 2010 um 21.00 Uhr
Montag, 12. April 2010 um 20:00 Uhr
Wo?
Bonner Kinemathek
‎Kreuzstraße 16,
53225 Bonn


25.07.2009

"Rupa & the April Fishes": Indisch-Französisches Musiktheater aus San Francisco

In Bonn öffnen Rupa Marya und ihre April Fishes morgen den Vorhang zu einem unvergleichlichen Musiktheater: Gipsy Swing, Texmex, Balkaneskes, Chanson, Latin Moods und American Folk finden sich darin, das Flair des kleinen Zirkus, des Moulin Rouge und der großen weiten Welt. Trompetenklänge schweifen zwischen Oaxaca und Osteuropa, ein außer Rand und Band geratenes Akkordeon zwischen Musette und Milonga, ein Schlagzeug changiert und jongliert zwischen peitschendem Hi-Hat und fein gekitzeltem Fell, das Cello bockt störrisch auf und ergeht sich dann wieder in leidenschaftlichem Schmelz. Rupa erzählt mit erotischem Hauch und mädchenhafter Unbekümmertheit von einer Straßencafé-Szene in Paris, vom schmerzhaften Prozess des Songschreibens, wie Liebe seekrank machen kann und idiotische Regierungen ihrer Bevölkerung Angst einjagen. Sie erzählt von den Leiden des Billigflug-Reisens, vom Verlust eines Malers, den sie liebte und - ergreifend zu Tabla-Begleitung, auf Hindi - vom Tod ihres Vaters. Und zum Finale stimmt sie gar eine Art Shanty an, der aus dem Stand zum Kanon des American Folk gehören sollte.

Datum:
Samstag, 25. Juli 2009
Uhrzeit:
20.00 Uhr
Ort:
Marktplatz vor dem Alten Rathaus in Bonn

Der Eintritt ist frei.

12.07.2009

Vortrag: "Die USA in Vietnam - Ursachen und Folgen entgrenzter Gewalt"

Es war ein Krieg der mit einer Lüge begann und mittels fortgesetzter Lügen in die Länge gezogen wurde. Er war weder aus der Luft noch am Boden zu gewinnen, egal wie viele zusätzliche Truppen ins Feld geschickt wurden. Er war von Kriegsgräueln und Kriegsverbrechen, Folter, Gefangenenmord und Massakern gekennzeichnet, ging mit einer faktischen Aufhebung des internationalen Kriegsrechts einher und wurde trotz des Wissens um die Unerreichbarkeit seiner Ziele Jahr um Jahr fortgesetzt. Die Rede ist vom Vietnamkrieg der Jahre 1965 bis 1975, der in der historischen Rückschau wie ein "Schwellenkrieg" zwischen dem 20. und 21. Jahrhundert erscheint.

Gestützt auf bisher unbekannte Quellen aus amerikanischen Archiven rekonstruiert Prof. Dr. Bernd Greiner in seinem Bonner Vortrag am kommenden Dienstag die Geschichte des längsten und gewalttätigsten Krieges nach 1945. Dabei wird deutlich, warum ein Krieg ohne Fronten im Desaster enden musste und weshalb dennoch zehn Jahre vergingen, ehe eine im Grundsatz verfehlte Politik korrigiert werden konnte - und welche Erbschaft aus dieser Zeit bis heute noch nachwirkt.

Prof. Greiner ist Historiker und Politologe und leitet den Arbeitsbereich "Theorie und Geschichte der Gewalt" am Hamburger Institut für Sozialforschung. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der US-amerikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung des Kalten Krieges, der Beziehungen zwischen Militär und Zivilgesellschaft seit 1900 und des deutsch-amerikanischen Verhältnisses. In diesem Kontext beschäftigt er sich auch mit deutschen Amerikabildern, Theorien der Gewalt und internationalen Beziehungen. Bernd Greiners jüngste Monographie trägt den Titel Krieg ohne Fronten: Die USA in Vietnam (Hamburg: Hamburger Edition, 2007).

Wann?
Dienstag, 14. Juli 18:00(c.t.)- 20:00 Uhr
Wo?
Institut für Anglistik, Amerikanistik und Keltologie,
Regina-Pacis-Weg 5, 53113 Bonn
Hörsaal 17

27.05.2009

Studium in den USA: Bewerbertraining "Fulbright Stipendien" in Bonn!

Die Fulbright-Kommission bietet Studierenden mit Bachelor-Abschluss Vollstipendien und Reisestipendien für ein Studium in den USA an. Die Auswahl ist anspruchsvoll und erfolgt in mehreren Runden. Das Bewerbertraining bietet wichtige Tipps und Hinweise zur schriftlichen und mündlichen Bewerbung bei Fulbright.

Wann?
Mittwoch, 06. Juni 2009 16:00 - 18:00 Uhr

Wo?
Dezernat für Internationale Angelegenheiten

Internationales Zentrum der Universität Bonn
Poppelsdorfer Allee 53
D-53115 Bonn

Ansprechpartnerin ist Frau Ute Harres (Tel: 73 - 6882)