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12.04.2010

Das Kundus-Syndrom: Sicherheitspolitische Herausforderungen für die Deutsche Politik

Mit einem aufrüttelnden Dossier hat „Die ZEIT“ am 8.März eindrucksvoll auf die Notwendigkeit einer offenen sicherheitspolitischen Debatte in Deutschland hin- gewiesen (Zum Artikel...). Die öffentliche Diskussion um den „Fall“ Oberst Klein macht die Viel- schichtigkeit und die Dringlichkeit einer politischen Debatte deutlich. Hierzu findet im Bonner "Haus der Geschichte" ein Vortrag mit Diskussion mit Winfried Nachtwei statt.

Zu dieser Veranstaltung, die die Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland durchführen, werden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

Wann?
Dienstag, 13. April 2010
19:30 Uhr
Wo?
Haus der Geschichte
Willy-Brandt-Allee 14
Bonn

31.01.2010

Themenabend in der OrientAsiaLounge®: "Malaysia: Schmelztiegel der Kulturen oder multi-ethnischer Flickenteppich?"

Die vier großen malaysischen Bevölkerungsgruppen – Malaien, Chinesen, Inder und indigene Völker – sorgen für kulturelle Vielfalt. Vor allem in Kuala Lumpur trifft man auf eine lebendige Tanz-, Theater-, Musik- und Kunstszene, die oftmals Traditionelles gekonnt mit modernen – auch westlichen – Elementen verbindet...

Die Malaien, welche zum großen Teil dem sunnitischen Islam angehören, erheben seit der Unabhängigkeit Malaysias den politischen Führungsanspruch, sie werden durch die Regierung systematisch gefördert und im öffentlichen Dienst bevorzugt eingestellt, dies wird seit der Einführung der malaysischen neuen ökonomischen Politik in den 1960er-Jahren durch den so genannten Bumiputra-Status gesichert. Des Weiteren stellen die Überseechinesen etwa ein Viertel der Bevölkerung. Sie dominieren derzeit noch in den Städten. Die Chinesen spielen eine bedeutende Rolle in Handel und Wirtschaft. Weitere sieben Prozent der Bevölkerung sind indischstämmig. Diese sind Hindus, Moslems, Sikhs, Christen oder Buddhisten. Etwa 85 % der indischstämmigen Bevölkerung Malaysias sind Tamilen, Minderheitengruppen sind die Malayalis, Punjabis und Telugus.

Wie es zu dieser bunten Mischung in der Bevölkerung Malaysias gekommen ist und welches Konfliktpotential aber auch Chancen diese Multiethnizität birgt, darüber klärt in dieser Woche der Studiogast, Nurman Nowak auf, der sowohl ein Bonner Asienwissenschaftler als auch Malaysia-Kenner ist. Nach einem Überblick über Geschichte und Kultur des Landes wird vor allen Dingen der Frage nachgegangen werden, wie sich die malayische Gesellschaft strukturiert und vor allem welche politischen Folgen die Vielschichtigkeit in der Vergangenheit Malaysias hatte und welche Entwicklungen sich auch künftig ergeben könnten.

Neben weiteren Infos aus Orient und Asien liefert die OrientAsiaLounge® auch diese Woche wie an jedem Mittwoch Musik aus dem orientalisch-asiatischem Kulturraum...

Wann?
Mittwoch, 03. Februar 2010
21:00 - 24:00 Uhr
Wo?
In Bonn und Region auf UKW 96,8 MHz

und weltweit über Webstream auf: Radio96acht.de

Moderation:
Redoine Baghdadi

20.03.2009

Im Interview: Prof. Wolfgang Kubin und sein ambivalentes Verhältnis zur chinesischen Kulturrevolution (1966-76)

Der Leiter der sinologischen Abteilung des Institus für Orient- und Asienwissenschaften in Bonn (IOA), Prof. Wolfgang Kubin, ist auch für seine zahlreichen Übersetzungen moderner chinesischer Prosa und Lyrik bekannt. Auch in China ist er vor allem mit der chinesischen Übersetzung seiner Arbeit "Die chinesische Literatur im 20. Jahrhundert" berühmt; das Werk befindet sich dort nämlich auf einer Liste der zehn besten Sachbücher in chinesischer Sprache des vergangenen Jahres.

Doch nicht nur als Übersetzer hat er sich einen Namen gemacht: Wolfgang Kubin selbst ist Autor von Gedichten und Erzählungen in deutscher Sprache. Zu nennen sind hier insbesondere seine Gedichtesammlung "Schattentänzer: Gedichte" und sein kürzlich erschienener Roman "Halbzeit einer Liebe: Eine Erzählung".

Da China im Jahre 2009 Gastland der Frankfurter Buchmesse sein wird, hat die Tageszeitung "Frankfurter Rundschau" dies zum Anlass genommen, Prof. Kubin über seinen Erfolg als Autor in China und seinen Fehler, mit der Kulturrevolution sympathisiert zu haben, zu interviewen. Des Weiteren spricht Kubin über die Effekte, die die Globalisierung auf die zeitgenössische Chinesische Literatur hat und verrät seine Art den Tag zu strukturieren. Das Gespräch mit der Überschrift "Das Weinen der Götter" ist seit gestern auch online zu lesen.

Hier geht es zum Interview...