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06.02.2010

60 Jahre indische Verfassung: Indischer Kultur Abend in Bonn


Am 26. Januar 1950 gab sich die 1947 gegründete Republik Indien eine demokratische Verfassung, die inzwischen 60 Jahre lang die Entwicklung der volkreichsten Demokratie der Welt erfolgreich begleitet hat. Aus diesem besonderen Anlass haben im Raum Bonn die Vereine der Deutsch-Indischen Gesellschaft e.V. und der Indian Association Bonn beschlossen, eine gemeinsame Festveranstaltung am 6. Februar 2010 in der Bad-Godesberger Stadthalle durchzuführen.

Bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wirtschaft werden an diesem Tag mitfeiern. Das offizielle, abwechslungsreiche Kulturprogramm beginnt um 17 Uhr und endet um 20:00 Uhr.

Von 14 Uhr bis 17 Uhr haben Sie die Möglichkeit an verschiedenen Ständen indischen Schmuck, indische Musik-CDs und DVDs, Geschenkartikel und indische Souvenirs zu erstehen. Das eigentliche Programm wird um 17 Uhr mit einer Festrede und einer Grußadresse eröffnet. Im Anschluss daran werden traditionelle indische Tänze und Beispiele aus der vielfältigen Musiktradition des indischen Subkontinents präsentiert. Bekannte Künstler wie Durga Arya, Jolafin Plankalayil & Smitha Ukken (Mohayathi -Indische Tanzgruppe) und Jasmin Gopurathingal werden Sie mit ihren Tanzdarbietungen verzaubern. In einer 15 minütigen Pause um 18:30 ist Gelegenheit, kleine indische Köstlichkeiten, wie z.B. Mangos, Lassi, Pakoras oder Samosas zu probieren. Um 20:00 serviert die Küche ein köstliches indisches Essen. Zudem können Sie bei einer Tombola mitspielen und mit ein wenig Glück tolle Preise gewinnen. Um etwa 21 Uhr endet der offizielle Teil des Programms und Sie erwartet im Anschluss eine Late-Night-Show, wobei Sie herzlich eingeladen sind, mitzutanzen und mitzufiebern.

Wann?
Samstag 06. Februar 2010
Wo?
Stadthalle Bonn - Bad Godesberg
Koblenzer Straße 80
53177 Bonn-Bad Godesberg

Eintritt: € 8,-

16.10.2009

Autorenlesung: "Das Mädchen mit dem gelben Schirm"

Uday Prakash (Neu Dehli) liest aus seinem neuen Roman "Das Mädchen mit dem gelben Schirm".

Inhalt:
Rahul – hochbegabter Student, doch von niedriger Kaste – und seine Kommilitonin Anjali, Brahmanin und Tochter eines einflussreichen Politikers, verfallen leidenschaftlich in Liebe zueinander. „Das Mädchen mit dem gelben Schirm“ ist die Geschichte dieser wundervollen, aber
hochriskanten Beziehung, eingebettet in den Alltag des studentischen Lebens in der nordindischen Provinz. Die Maffia liegt mit Hochschulverwaltung, Politik, Geschäftswelt und
der örtlichen kriminellen Mafia unter einer Decke. Im Mikrokosmos des Uni-Campus spannt sich vor dem Leser ein schillerndes Kaleidoskop einer Welt der Liebe inmitten extremer sozialer Kontrolle, von Mitgefühl in einem Klima von skrupelloser Gier und Neid, von Freundschaft inmitten einer von kriminellen Machenschaften durchdrungenen Weltauf. Ein Hohelied der Liebe inmitten des Niedergangs der Sitten und gewaltiger sozialer Umbrüche im Zeichen der Globalisierung.

Der Autor Uday Prakash (geb. 1952) stammt aus einem Dorf im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh und lebt und arbeitet in der Hauptstadt Neu-Delhi. Er gehört zu den bekanntesten und meistdiskutierten Hindi-Autoren der Gegenwart. Ausgewählte Passagen aus der 2009 im Draupadi-Verlag erschienenen deutschen Übersetzung des Romans „Das Mädchen mit dem gelben Schirm“ werden vorgelesen. Der Autor ist bei der Lesung anwesend und stellt sich anschließend dem Publikum zur Diskussion.

Rezitation: Anja Martin
Moderation: Heinz Werner Wessler (Abteilung für
Indologie, Universität Bonn)
Musikalische Begleitung: Elmar Fonferek (Surbahar)

Wann?
Freitag, 23. Oktober 2009, 19:30 Uhr
Wo?
Dialograum Kreuzung an Sankt Helena,
Bornheimer Straße 130
53119 Bonn

25.07.2009

"Rupa & the April Fishes": Indisch-Französisches Musiktheater aus San Francisco

In Bonn öffnen Rupa Marya und ihre April Fishes morgen den Vorhang zu einem unvergleichlichen Musiktheater: Gipsy Swing, Texmex, Balkaneskes, Chanson, Latin Moods und American Folk finden sich darin, das Flair des kleinen Zirkus, des Moulin Rouge und der großen weiten Welt. Trompetenklänge schweifen zwischen Oaxaca und Osteuropa, ein außer Rand und Band geratenes Akkordeon zwischen Musette und Milonga, ein Schlagzeug changiert und jongliert zwischen peitschendem Hi-Hat und fein gekitzeltem Fell, das Cello bockt störrisch auf und ergeht sich dann wieder in leidenschaftlichem Schmelz. Rupa erzählt mit erotischem Hauch und mädchenhafter Unbekümmertheit von einer Straßencafé-Szene in Paris, vom schmerzhaften Prozess des Songschreibens, wie Liebe seekrank machen kann und idiotische Regierungen ihrer Bevölkerung Angst einjagen. Sie erzählt von den Leiden des Billigflug-Reisens, vom Verlust eines Malers, den sie liebte und - ergreifend zu Tabla-Begleitung, auf Hindi - vom Tod ihres Vaters. Und zum Finale stimmt sie gar eine Art Shanty an, der aus dem Stand zum Kanon des American Folk gehören sollte.

Datum:
Samstag, 25. Juli 2009
Uhrzeit:
20.00 Uhr
Ort:
Marktplatz vor dem Alten Rathaus in Bonn

Der Eintritt ist frei.

16.03.2009

Filmtipp: "Slumdog Millionär"

Diese Woche kommt der langersehnte Bollywood-Blockbuster "Slumdog Millionär", der auch gerne als 'Film des Jahres' tituliert wird, endlich auch in deutsche Kinos. Vor drei Wochen hat der Bollywood-Streifen des britischen Regisseurs Danny Boyle ("Trainspotting"), zum allerersten Mal in der Geschichte des indischen Films, auch in Hollywood allertiefste Anerkennung geerntet. Gleich sage und schreibe ACHT Statuetten hat "Slumdog Millionär" bei der kürzlichen Oskar-Verleihung abgestaubt!! Das stößt im Mutterland Indien jedoch nicht nur auf Freudenrufe - es wird auch viel Kritik laut. So gab es Proteste von Slumbewohnern gegen den Titel des Films: Der vom Autor des Drehbuchs geprägte Begriff "Slumdog" wird als große Beleidigung empfunden, und man sah Demonstranten, die Postkarten mit dem Text "Wir sind keine Hunde!" in die Höhe reckten. Andere prangern, was weniger überrascht, die schockierend realistische Darstellung der Armut und des Slumlebens in Indien an. "Slumdog Millionär" wurde großenteils mit kleinen, in der Hand gehaltenen Digitalkameras vor Ort in Dharavi – Bombays (und Asiens) größtem Slum – gefilmt und übergeht die Müllberge, Kloaken und überfließenden Abflusskanäle keineswegs.

Die Story:
Der 18-jährige Jamal Malik (Dev Patel) ist als Vollweise in den Slums der indischen Mega-Metropole Mumbai aufgewachsen und nur noch eine Frage von dem sensationellen Gewinn von 20 Millionen Rupien (ca. 300.000 Euro) entfernt. Er hat in der TV-Show „Wer wird Millionär?“ bereits 14 Fragen korrekt beantwortet und setzt nun alles auf eine Karte. Löst er die finale Frage, kassiert er den Hauptgewinn. Scheitert er, geht er mit leeren Händen nach Hause. Schnitt: Jamal ist verdächtigt, bei der Fernsehsendung betrogen zu haben. Zwei knallharte Polizisten (Irrfan Khan, Saurabh Shukla) nehmen ihn in die Mangel. Sie wollen ein Geständnis aus ihm herauspressen. Doch Jamal bleibt beharrlich bei seiner Version, dass er die Antworten ehrlich gewusst habe. Zu jeder gestellten Frage in der Show erzählt er von einem einschneidenden Erlebnis aus seiner Kindheit, das ihn auf die richtige Antwort brachte. Immer wieder geht es dabei auch um Maliks Jugendliebe Latika (Freida Pinto), von der er unter herzzerreißenden Umständen getrennt wurde, und um seinen großen Bruder Salim (Madhur Mittal), der in die Kriminalität abgerutscht ist…

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