09.02.2009

Arbeitsmarkt für Asienwissenschaftler/innen

Dass Asienwissenschaftler durch eine wenig berufsspezifische Ausbildung Probleme auf dem Arbeitsmarkt haben, ist leider kaum zu verleugnen. Dabei verfügen Geisteswissenschaftler, also auch Asienwissenschaftler, über die klassischen Soft Skills: Organisationstalent, Zielgerichtetheit, Engagement, Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Interesse an interkulturellen Zusammenhängen und Sprachen. Sie denken außerdem vernetzt und interdisziplinär.

Im Rahmen der von der Universität Paussau im November 2008 veranstalteten Kontaktmesse für Geisteswissenschaftler, wurde Andreas Pallenberg vom Wissenschaftsladen Bonn hierzu interviewt.

Für den Berufsstart empfiehlt es sich, laut Pallenberg, bereits früh Kontakte aufzubauen und ständig ein Auge auf den Arbeitsmarkt und seine Branchen zu haben. Gezielte Praktika seien für den Berufseinstieg unerlässlich. Die Job-Recherche sollte sich nicht nur auf Zeitungen, Jobbörsen und Firmenportalen beschränken. Auch auf den sogenannten "Verdeckten Arbeitsmarkt" sei das Augenmerk zu richten: Stellen, die durch "Mundpropaganda" besetzt werden. Neben den für die Geisteswissenschaften klassischen Arbeitsmarktsegmente wie Öffentlichkeitsarbeit, Verlage oder Medien sei es u.U. ratsam auch die Wirtschaft als Arbeitsmarkt wahrzunehmen.

Auch Genauigkeit ist Gefragt! Die "Geistis" müssten Fehler, wie eine unsaubere Bewerbung oder fehlende Berufsetickette vermeiden. Da viele keine klaren Vorstellungen haben, sollte der beruflichen Zukunft spätestens in den letzten beiden Semestern mit einem gezielten Praktikum oder einer hinführenden Bachelor- /Masterarbeit konkrete Züge verleiht werden. Es gelte den Teufelskreis "keine Erfahrung - kein Job" zu durchbrechen. Zu bemerken sei auch, dass die Promotion die Jobaussichten nicht zwingend verbessert, es sei denn man möchte ins Kunst- oder Kulturmanagement oder in die Forschung gehen.

(Quelle: "audimax" 01/09)

6 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Na das ist ja nicht gerade sehr ermutigend. :( wie siehts es denn mit arbeitsmöglichkeiten im Ausland für uns aus? vielleicht bringt ihr mal was zu dem thema...
LG, Lars.

Anonym hat gesagt…

Nicht immer nbur meckern, lars. *g* finde die tipps ganz gut, ausserdem ist es so wie es ist. Im Ausland arbeiten ist auc nicht unbedingt meins. werde mich schnellstmöglich nach praktika umsehen. Danke an die Redaktion für die wirklich tolle Seite.. Weiter so! :))
Grüße Meggi :-)

Anonym hat gesagt…

Auf http://www.daijob.com/en/ können alle die sich für Jobs in Japan interessieren auf Suche gehen. Ist zwar nicht immer ganz durchsichtig, aber man kann sich ja mal anmelden..

'Viele Grüße...Steff

Peter hat gesagt…

Hallo aus Sabah (Malaysian Borneo). Ein Job in Malaysia (oder in anderen asiatischen Laendern) mag zwar im winterlichen Deutschland gut klingen, aber die Realitaet sieht eben nun wirklich anders aus. Aus unserer Sicht (und Erfahrung) schlagen wir interessierten leuten vor, erst einmal in das Land ihrer Vorstellung zu reisen, und sich vor Ort ein Bild zu machen, wie ein Job vor Ort so alles mit sich bringt. Kontakte und Gespreache mit anderen Auslaendern im Land kann hilfreich und ernuechternd sein. Trotzdem: viel Glueck!

Benjamin hat gesagt…

Mir hat es damals sehr geholfen bereits während des Studiums einem Nebenjob nachzugehen, der später beruflich relevant sein könnte.

Also weg vom Kellnern, hin zu einem Job, in dem die Kenntnisse der Sprache und Kultur relevant sind. Berufe bei Reiseveranstaltern, Sprachschulen, aber auch vielen Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen mit Asien pflegen sind da hilfreich. Listen mit solchen Unternehmen kann man über die IHK Bonn/Rhein-Sieg beziehen; also einfach mal ne nette E-Mail schreiben und nach Unternehmen fragen, die mit China, Japan, etc. in Kontakt stehen.

Anonym hat gesagt…

Ich fand diesen Beitrag heute früh, während im Büro Sehr nützlich Sent den Link zu mir und wird höchstwahrscheinlich bookmark myasia-bonn.blogspot.ru, wenn ich es mit nach Hause machen